Der Microsoft-Gründer wurde gemeinsam mit seiner Frau
Melinda Gates und dem U2-Sänger Bono zu den Personen des
Jahres 2005 gewählt. Das Magazin "Time" begründete die
Entscheidung mit dem Kampf der drei gegen Hunger und Aids in
Afrika.
Das Ehepaar Gates und der Musiker Bono seien "gute Samariter",
heißt es in der morgen erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins. Sie hätten auf intelligente Weise Gutes
getan, für Gerechtigkeit gesorgt und Menschen zur Mithilfe
bewegt.
Die drei hätten erfolgreich Wege gefunden, um das Elend in
Afrika zu bekämpfen, egal ob es sich um Krankheiten wie
Malaria und Aids oder die Armut handelte, erklärte "Time"-Chef
James Kelly.
"Wenn man anschaut, wie viele Menschen durch Krankheiten und
Armut sterben, dann sieht man, dass es dabei mehr Todesopfer
gibt als durch Naturkatastrophen." In Afrika würden pro Jahr
acht Millionen Menschen umkommen.
Bill und Melinda Gates haben die "Gates Foundation"
gegründet, die weltweit vermögendste Hilfsorganisation mit
einem Stiftungskapital von 29 Milliarden Dollar. Bono wurde
dafür geehrt, weil als "Rocker den Schuldenerlass [der
Dritten Welt] sexy gemacht hat". Der Musiker hatte gemeinsam
mit Bob Geldorf die weltweiten Live-8-Konzerte organisiert.
Das "Time"-Magazin kürt seit 1927 die Person des Jahres und
traf dabei mitunter auch konroverse Entscheidungen, etwa
1938 mit der Wahl Adolf Hitlers und 1979 mit der Ayatollah
Chomeinis. Im Jahr 2004 war US-Präsident George W. Bush
"Person des Jahres". Bei der Wahl sucht das Magazin nach der
Person, die die Nachrichten und das Leben der Menschen am
meisten beeinflusst hat, sei es im Guten oder im Schlechten.
SPIEGEL ONLINE - 18. Dezember 2005, 15:06
URL:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,391123,00.html |